| |
| |
 |
livorno |
 |
Mit dem Durchblick durch die verschiedensten Karomuster
(Livorno, Monza, Piemont ....) erzielt Christoph Mayer im Betachter
eine ambigue Situation. Das Personal dieser Bildserie wird schemenhaft
gezeichnet wobei die gewählte Farbigkeit die Entferntheit
der Figuren unterstützt.
Die Dargestellten werden damit entindividualisiert - die Wiedererkennbarkeit
der Personen ist nicht gewollt, obwohl die Motive auf Fotografien
beruhen - gleichzeitig verleiht der Blick durch den „Vorhang“
den Figuren und Situationen eine geheimnisvolle Intimität. |
 |
Der Betrachter gerät in eine Art „Blick durchs Schlüsselloch“
Haltung, die ihn zweifeln lässt, ob das, was er da sieht,
für seine Augen bestimmt ist. Damit thematisiert der Künstler
gleichzeitig für sich selbst eines der zentralsten Themen
des künstlerischen Handelns: inwieweit ist der Betrachter
des Kunstwerks für sein Gelingen konstitutiv. Strukturell
wird der Betrachter im gelungenen Kunstwerk immer mitgedacht.
Christoph Mayer treibt dieses Prinzip auf die Spitze, indem
er dem Betrachter die Bedeutung seiner Rolle für die Kunst
auf eine sehr subtile und auch witzige Art und Weise zu Bewusstsein
bringt.
(Dr. Margarete Heck) |
 |
"maxwell001" 2004, 30x40cm |
Acryl auf Leinwand |
 |
"monza001" 2004, 140x140cm |
Acryl auf Leinwand |
 |
|
Vesuvio 2000 - 2004, 100x240x60cm
- vierteilige Holzbank (ehemaliger Atelierboden) |
| |
|
|